Am Rande sei angemerkt: Die Teflonpfanne ist kein Nebenprodukt der Raumfahrt. Teflon (PTFE) wurde bereits 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett entdeckt. Plunkett suchte nach Kältemitteln für Kühlschränke und experimentierte mit Tetrafluorethylen (TFE). Dabei entdeckte er „farblose Krümel” – und dies war das Material Teflon (PTFE).

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INNOspace – Raum für Innovationen schaffen

  • Leichtbauroboter

    Leichtbauroboter

    Wenn bei Mercedes-Benz in Zukunft die Mitarbeiter mit Hilfe von Robotern der Kuka AG ihre Autos fertigen, steckt dahinter auch DLR-Leichtbauroboter-Technologie. Bei Daimler soll der Greifarm eines Leichtbauroboters die Mitarbeiter unterstützen und zum Beispiel anstrengende Arbeitsschritte wie Über-Kopf-Tätigkeiten übernehmen. Quelle: DLR

  • SpaceClimber

    SpaceClimber

    Roboter sind nützliche Werkzeuge – im Weltall wie auf der Erde. Der SpaceClimber ist ein sechsbeiniger Krabbler, der nachweisen soll, dass Laufrobotersysteme für zukünftige extraterrestrische Missionen in schwierigem Gelände, insbesondere in Kratern oder Felsspalten, eine Lösung darstellen. Quelle: DLR

  • Laser Communication Terminal

    Laser Communication Terminal

    Licht- statt Radiowellen: Licht ist schneller als der Schall. Darum lassen sich dank der Laser Communication Terminals hohe Datenraten per Hochgeschwindigkeit übertragen. Quelle: ESA

  • 3D Eye-Tracking Device

    3D Eye-Tracking Device

    Das sogenannte 3D Eye-Tracking Device zur Messung der Augenbewegung kann unter anderem zur Analyse des Gleichgewichtssystems im Innenohr genutzt werden und so neurologische Erkrankungen wie Schwindel diagnostizieren oder die Müdigkeit von LKW- und Busfahrern feststellen.

  • Indoor-Navigator NAVVIS

    Indoor-Navigator NAVVIS

    Navigation ist bislang auf Außenanwendung beschränkt: Das vom DLR Raumfahrtmanagement geförderte Forschungsvorhaben NAVVIS soll das Potenzial von Indoor-Navigation untersuchen und diese neue Anwendung nutzbar machen. Quelle: Lehrstuhl für Medientechnik der TU München

  • Plasmaantrieb HEMP

    Plasmaantrieb HEMP

    Leicht und schnell durchs Weltall: Plasma-Antriebe sind unter Weltraumbedingungen besonders wirkungsvoll, da sie im Vakuum einen höheren spezifischen Impuls erreichen als chemische Antriebe. Das High Efficiency Multi Stage Plasma (HEMP)-Triebwerk hat einen fünfmal höheren spezifischen Impuls als die besten chemischen Triebwerke. Quelle: TED

  • Fitnesscoach Nao

    Fitnesscoach Nao

    Fitnesscoach und Motivator: Der knapp 60 Zentimeter große Roboter Nao kann ein Sporttraining – zum Beispiel beim Spinning auf dem Indoor-Fahrrad – leiten. Nao zeigt beispielsweise den Takt für die Geschwindigkeit an und erteilt Übungsanweisungen. Quelle: DLR

Raumfahrt schafft Innovationen, die auf der Erde und im ganz alltäglichen Leben genutzt werden können. Statistiken wie zum Beispiel des ESA Technology Transfer Programmes zeigen viele Transfers, die in die Bereiche Transport, Medizin, Maschinenbau, Sicherheit oder Energie gehen. Auch der Klettverschluss, die individuelle Gleitsichtbrille, der tägliche Wetterbericht, Live-Übertragungen im Fernsehen oder das Navigationssystem im Auto haben ihren Einzug vom All in unseren Alltag auf der Erde gefunden.

Besonders viele zukunftsweisende Transfers kommen aus den Bereichen „Erforschung des Weltraums“ und „Forschung unter Weltraumbedingungen“. Letzteres sind die Experimente, die auf der Internationalen Raumstation ISS durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Experimente können sehr häufig für die Medizin verwendet werden. So wurde die Auswertung von Bilddaten der Satellitenmission ROSAT zu einem Diagnosesystem für die Hautkrebsfrüherkennung weiterentwickelt. Hochsensible Röntgendetektoren ermöglichen eine Reduktion der Röntgenstrahlenbelastung für Patienten. Und ein Gerät zur Messung der Augenbewegung (3D Eye Tracking Device) kann zur Analyse des Gleichgewichtssystems im Innenohr genutzt werden.

Erfolgreiche Transfers gibt es auch in vielen anderen Bereichen wie Materialien oder dem Automobilbau. Beispielsweise wurde aus den hocheffizienten Solarzellen der Raumfahrt das Solardach des Elektroautomobils „E-Up!“ von Volkswagen konstruiert. Das Solardach speist Solarstrom in das Bordnetz und lädt die Batterie des Autos auf.

Innovation im Fokus der Politik

Raumfahrttechnologien als wichtiger Innovationsmotor und die Erschließung neuer Märkte stehen im Fokus der politischen und öffentlichen Diskussion. Deutlich wird dies in der Raumfahrtstrategie der Bundesregierung 2010, in Initiativen wie der Hightech-Strategie 2020 des BMBF, der Technologieoffensive (2011) und dem Innovationskonzept (2012) des Bundeswirtschaftsministeriums.

„Neben dem hohen Stellenwert der Grundlagenforschung wollen wir, wo es möglich ist, einen besonderen Schwerpunkt auf den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die wirtschaftliche Nutzung und Anwendung legen...“

(Raumfahrtstrategie der Bundesregierung 2010, S.18)

Das DLR Raumfahrtmanagement hat den Auftrag, die Raumfahrtstrategie der Bundesregierung in konkrete Programme und Projekte umzusetzen. Auch sollen die großen Potenziale für Technologietransfer und für die Erschließung neuer Märkte genutzt werden.

Um dies zu erreichen, hat das DLR Raumfahrtmanagement Anfang 2013 die Initiative zur Förderung von Innovationen, Transfers und neuen Märkten gestartet – die Initiative INNOspace.