SENSORAMA – Vernetzte Systeme

Nutzung von Sensoren und Aktoren über Systemgrenzen hinweg

Laufzeit: 01.10.2019 – 31.01.2022

Der Individualverkehr, so wie er sich für die breite Allgemeinheit seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt hat, war an der Steigerung von Wohlstand und Lebensqualität maßgeblich beteiligt. Tagtäglich fahren Millionen Menschen sicher und kostengünstig zur Arbeit, in den Urlaub oder erledigen alltägliche Besorgungen. Dabei hat sich die Automobilindustrie seit jeher immer der neuesten technischen Errungenschaften bedient, um die Fahrzeuge in Komfort, Sicherheit und Ressourceneffizienz zu verbessern. Wenn sich das autonome Fahren in den nächsten Jahrzehnten etabliert, dann wird das nicht das Ergebnis einer revolutionären Einzelerfindung sein, sondern das Resultat eines langfristigen „Evolutionsprozesses“ mit vielen Versuchen und Anpassungen. Seit geraumer Zeit sind Elektronik und in jüngster Vergangenheit deutlich vermehrt die Informationstechnik eine Quelle für Innovationen, die vom Automobilsektor absorbiert werden. Wir sind daher überzeugt, dass die Luft- und Raumfahrtinformatik hier einen sinnvollen Beitrag leisten kann und mit ihren Verfahren und Tools das Erstellen innovativer Konzepte und Anwendungen für die Mobilität der Zukunft ermöglichen wird. Im Projekt SENSORAMA sollen im Speziellen Methoden und Werkzeuge, die an der Universität Würzburg und am Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrtinformatik einst für Weltraumanwendungen entwickelt wurden, nun für den Automobilbereich nutzbar gemacht werden. Am wichtigsten wird hierbei das Echtzeitbetriebssystem RODOS sein, welches mit seiner Kompaktheit und Vernetzungsfähigkeit zum Gelingen von realen Weltraummissionen beiträgt, wie beispielsweise der DLR-Missionen BIROS oder TET-1. Weiterhin sollen in das Projekt SENSORAMA die Erkenntnisse aus dem DLR-Projekt SKITH mit einfließen. In der Projektlaufzeit von 24 Monaten sollen unterschiedliche Mobilitätsszenarien konzipiert, implementiert und evaluiert werden. Die Darstellungen unten illustrieren potenzielle Szenarien, die von den Vernetzungsoptionen der Lehrstuhltechnologien Gebrauch machen und hierdurch innovative Anwendungen für die Mobilität von morgen umsetzen.

Erläuterung der Abbildungen von oben nach unten: Verwendung fahrzeugexterner Sensoren am Beispiel des Einparkens, Übertragung von Datentelegrammen durch den Gegenverkehr nach Art einer Flaschenpost, komplexe Szenarien unter Einbeziehung verschiedenartiger Objekte als Infrastrukturkomponenten.

Institutionen/ Ansprechpartner

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrtinformatik
Josef-Martin-Weg 52/2
97074 Würzburg

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Alexander Hilgarth
alexander.hilgarth@uni-wuerzburg.de
+49 931 3183924

Prof. Dr.-Ing. Sergio Montenegro
sergio.montenegro@uni-wuerzburg.de
+49 931 3183715